Zwischen Reaktion und Entscheidung liegt Führung

„Die meisten Fehlentscheidungen entstehen nicht aus Dummheit, sondern aus dem Druck, sofort etwas tun zu müssen.“
 
Das war einer der Sätze, die mir eine meiner Führungskräfte vor Jahren zu mir gesagt hat.

Ich war 25 Jahre alt, als ich meine erste Führungsposition übernahm. Ich war voller Energie und wollte unbedingt Themen vorantreiben. Mir ging alles zu langsam. Ich wollte mein Bestes geben. Ich wollte meinen Chef beeindrucken, meinen Mitarbeiter:innen zeigen, dass ich es kann und für die Kund:innen immer da sein.
Schnelles Reagieren fühlt sich nach Führung an.
Dabei wird Reagieren oft mit Entscheiden verwechselt.

Im Laufe der Jahre hat sich meine Einstellung geändert: Für mich bedeutet Führung nicht mehr, schneller zu entscheiden, sondern vielmehr die Fähigkeit, kurz innezuhalten und dann klüger zu agieren.

Wer innehält, verliert keine Zeit. Er gewinnt Klarheit.

Die größte Aufgabe einer Führungskraft ist Selbstführung. Daran habe ich jahrelang gearbeitet. Ich musste mich selbst kennenlernen, mir vertrauen, meinen Weg zu finden, um Entscheidungen für andere treffen zu können.
Mitarbeitende orientieren sich nicht daran, ob der Chef oder die Chefin E-Mails am schnellsten beantwortet, für jedes Problem sofort eine Antwort parat hat oder die beste Fachkraft ist und alles selbst macht.

Führungskräfte werden beobachtet. Man sieht, ob sie bei sich sind. Ob sie kraftvoll, klar und ruhig sind. Das gibt Orientierung.

Seit einigen Jahren begleitet mich fast täglich ein Gedanke aus der stoischen Philosophie, der später auch von Viktor Frankl aufgegriffen wurde: Zwischen dem, was passiert, und dem, was wir daraus machen, liegt ein Moment der Wahl. Führung ist die Fähigkeit, diesen Moment bewusst zu nutzen.

Wenn du lernen möchtest, diesen Raum bewusst zu nutzen, begleite ich dich gerne als Sparringpartnerin auf deinem Weg zu klarer Selbstführung.

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