Vom Macher zur Führungskraft – warum dieser Schritt so schwer ist
Vom Küchenchef zum Projektleiter
Konrad war früher Küchenchef.
Heute arbeitet er als Projektverantwortlicher in der Zentrale eines Unternehmens und vermisst oft den Herd.
Früher hat er etwas geschaffen.
Er hat gekocht, organisiert, geschwitzt und am Ende des Tages gesehen, was er geleistet hat.
Ein perfektes Gericht. Ein zufriedener Gast. Ein sichtbares Ergebnis.
Heute führt er Meetings, schreibt E-Mails und plant Projekte.

Er redet mehr, als er handelt, und fragt sich oft: „Was habe ich heute eigentlich geschafft?”
Der Wechsel von einer Fach- in eine Führungsrolle oder in eine neue Projektrolle ist ein Kraftakt – emotional, mental und fachlich.
Konrad wollte den Job wechseln, es war sein Wunsch. Er ist aufgrund seiner Fachexpertise für diese neue Stelle am besten geeignet. Aber man darf nicht vergessen, dass es sich in Wirklichkeit um eine komplette Neuorientierung handelt.
Plötzlich heißt es:
➡️ Organisieren statt kochen,
➡️ Delegieren statt selbst anpacken.
➡️ Geduld haben statt sofort Ergebnisse zu sehen.
Das tägliche Feedback fehlt.
Ein greifbares Ergebnis gibt es auch nicht.
Was bleibt, ist Druck und das Gefühl, nie wirklich fertig zu werden.
Ein Rollenwechsel ist kein Selbstläufer. Vor allem nicht von einem Handwerk in eine Führungs- oder Expertenrolle.
Konrad und ich kennen uns nun seit 4 Monaten und arbeiten an diesem Rollenwechsel.
Wie erlebt ihr einen solchen Rollenwechsel bei euch selbst oder in eurem Unternehmen?
